Jedes Jahr stellen sich Millionen die gleiche Frage, wenn der Briefumschlag in der Hand liegt: Wie viel Porto ist eigentlich richtig? Seit dem 1. Januar 2025 hat sich die Antwort geändert – der Standardbrief kostet nun 0,95 € statt 0,85 €.

Aktuelles Porto Standardbrief: 0,95 € ·
Gültig ab: 1. Januar 2025 ·
Maximalgewicht Standardbrief: 20 g ·
Postkarte Porto: 0,92 € ·
Anzahl Blätter für 20 g: ca. 3 Blatt (80 g/m²)

Kurzüberblick

1Bestätigte Fakten
2Was unklar ist
  • Wann genau die nächste Portoerhöhung 2026 kommt (DHL Group)
  • Ob die Maße für den Maxibrief unverändert bleiben (DHL Group)
3Zeitleisten-Signal
  • 1. Januar 2025: Erhöhung auf 0,95 € (Bundesnetzagentur)
  • 2024: letzte Erhöhung auf 0,85 €
  • 2026: nächste Erhöhung angekündigt (DHL Group)
4Wie es weitergeht
  • Die neuen Preise gelten voraussichtlich bis 31. Dezember 2026 (DHL Group)
  • Eine weitere Anpassung ist für 2026 geplant, Details noch offen

Sechs Portoklassen, aber nur eine einfache Frage: Welches Porto ist für meinen Brief richtig? Die folgende Tabelle zeigt die aktuellen Sätze und die entscheidenden Gewichtsschwellen.

Briefart Porto 2025 Maximalgewicht Maximale Maße (L×B×H)
Standardbrief 0,95 € 20 g 23,5 × 12,5 × 0,5 cm
Kompaktbrief 1,10 € 50 g 23,5 × 12,5 × 1,0 cm
Großbrief 1,80 € 500 g 35,3 × 25 × 5,0 cm
Maxibrief 2,90 € 1000 g 35,3 × 30 × 15 cm
Postkarte 0,92 € 15 g 23,5 × 12,5 cm (keine Dicke)
Standardbrief (Blattanzahl) ca. 3 Blatt (80 g/m²)

Wie teuer ist jetzt ein normaler Brief?

Die kurze Antwort: Ein Standardbrief (maximal 20 g, Maße bis 23,5 × 12,5 × 0,5 cm) kostet seit dem 1. Januar 2025 genau 0,95 €. Das hat die Bundesnetzagentur (Regulierungsbehörde für Postmärkte) vorläufig genehmigt. Die Deutsche Post bestätigte die Erhöhung von 0,85 € auf 0,95 € zum Jahreswechsel – eine Steigerung um knapp zwölf Prozent.

Wie hoch sind die neuen Briefportogebühren ab 2025?

  • Standardbrief: 0,95 € (max. 20 g, Maße bis 23,5 × 12,5 × 0,5 cm) – Bundesnetzagentur
  • Kompaktbrief: 1,10 € (max. 50 g, bis 23,5 × 12,5 × 1,0 cm) – Bundesnetzagentur
  • Großbrief: 1,80 € (max. 500 g, bis 35,3 × 25 × 5,0 cm) – Bundesnetzagentur
  • Maxibrief: 2,90 € (max. 1000 g, bis 35,3 × 30 × 15 cm) – Bundesnetzagentur
  • Postkarte: 0,92 € (max. 15 g) – Bundesnetzagentur
Der Preissprung

Der Standardbrief ist mit 0,95 € so teuer wie nie zuvor. Für Gelegenheitsversender bedeutet das: Pro Brief kommt eine Erhöhung von 10 Cent – bei zehn Sendungen im Jahr macht das exakt einen Euro mehr.

Wie viele Blätter sind 20 g?

Ein Standardbrief darf maximal 20 g wiegen. Ein einzelnes DIN-A4-Blatt mit 80 g/m² wiegt etwa 5 g. Drei Blätter kommen auf rund 15 g – mit Umschlag sind 20 g schnell erreicht. Wer ein viertes Blatt einlegt, rutscht in die Klasse des Kompaktbriefs (1,10 €). Die Deutsche Post (Anbieter des Universaldienstes) gibt als Orientierung: maximal drei Blatt à 80 g/m² plus Standardumschlag.

Wann Porto 1:10 €?

Der Betrag von 1,10 € gilt für den Kompaktbrief. Diese Portoklasse greift, sobald das Gewicht 20 g überschreitet, die Dicke des Umschlags mehr als 5 mm beträgt oder die Maße die Standardbrief-Grenzen übersteigen. Auch ein Brief mit vier Blatt Papier liegt meist im Kompaktbrief-Bereich. Die Bundesnetzagentur listet den Kompaktbrief mit 1,10 € in ihrer Portotabelle.

Fazit: Der Standardbrief ist teurer geworden, aber die Gewichtsgrenze von 20 g bleibt. Wer regelmäßig mehr als drei Blatt verschickt, sollte gleich zum Kompaktbrief greifen – sonst droht Nachporto. Gelegenheitsversender: 0,95 € reichen für den typischen Privatbrief. Vielschreiber: besser auf 1,10 € aufstocken.

Die Erhöhung zeigt, dass die Post ihre Preise anpasst – die 0,95 € sind für die meisten Privatbriefe ausreichend.

Was kostet eine Postkarte?

Die Postkarte ist die günstigste Versandform der Deutschen Post und kostet seit dem 1. Januar 2025 0,92 €. Die Bundesnetzagentur bestätigt diesen Satz.

Zwei Unterschiede zum Standardbrief sind entscheidend: Die Postkarte darf maximal 15 g wiegen und hat keine Dickenbeschränkung, da sie flach ist. Die Maße entsprechen denen des Standardbriefs (14–23,5 cm Länge und 9–12,5 cm Breite). Wer eine Karte mit Einlage oder Klebefläche versendet, riskiert das Überschreiten der Gewichtsgrenze und muss dann das Porto des Standardbriefs zahlen.

Der Spar-Tipp

Eine Postkarte ist 0,03 € günstiger als der Standardbrief. Für Urlaubsgrüße oder kurze Nachrichten ohne Umschlag ist sie die preiswerteste Option – solange das Gewicht unter 15 g bleibt.

Die Postkarte bleibt damit die günstigste Option für kurze Nachrichten, solange das Gewicht unter 15 g liegt.

Was kostet ein Großbrief?

Der Großbrief kostet 2025 1,80 €. Er ist die richtige Wahl für Sendungen, die dicker oder schwerer sind als ein Kompaktbrief. Die Bundesnetzagentur gibt die Obergrenze mit 500 g an, die Maße bei maximal 35,3 × 25 × 5 cm.

In diese Kategorie fallen typischerweise: mehrseitige Bewerbungsmappen, Kataloge, kleinere Päckchen in Briefform oder Dokumente mit mehr als 20 Blatt. Der Großbrief ist mit 1,80 € mehr als doppelt so teuer wie der Standardbrief – wer seine Sendung vorher wiegt und misst, spart bares Geld.

Fazit: Der Großbrief ist die Mittelklasse unter den Briefsendungen. Für Bewerbungen und kleinere Kataloge reicht er aus. Wer regelmäßig Großbriefe verschickt, sollte prüfen, ob ein Kompaktbrief ausreicht – das spart 0,70 € pro Sendung.

Wer regelmäßig Großbriefe verschickt, sollte Alternativen prüfen, denn der Preisunterschied zum Kompaktbrief ist erheblich.

Was kostet ein Maxibrief?

Der Maxibrief ist mit 2,90 € die teuerste Briefklasse im Standardangebot der Deutschen Post. Die Bundesnetzagentur weist ein Maximalgewicht von 1000 g und Maße von bis zu 35,3 × 30 × 15 cm aus.

Der Maxibrief eignet sich für dicke Bücher, umfangreiche Unterlagen oder Warenproben, die noch als Brief (nicht als Päckchen) versendet werden können. Der Preis liegt deutlich über dem eines günstigen Päckchens – ein Vergleich lohnt sich. Die Deutsche Post listet den Maxibrief in ihrer Preisübersicht für 2026 weiterhin mit 2,90 €.

Fazit: Der Maxibrief ist nur dann günstiger als ein Päckchen, wenn die Sendung flach und kompakt bleibt. Für dicke oder schwere Bücher ab 500 g ist oft das Päckchen die preiswertere Alternative. Prüfen lohnt sich.

Der Maxibrief ist nur für flache und schwere Sendungen sinnvoll; für dicke Bücher ist ein Päckchen oft günstiger.

Kann ich 55 Cent Briefmarken noch benutzen?

Ja – alle Briefmarken der Deutschen Post behalten ihre Gültigkeit, auch die alten 55‑Cent‑Marken. Der Haken: Sie decken das aktuelle Porto von 0,95 € nicht mehr ab. Die Deutsche Post stellt klar: Die Marken müssen mit anderen Briefmarken kombiniert werden, bis der volle Betrag erreicht ist. Eine 55‑Cent‑Marke plus eine 40‑Cent‑Marke ergeben zusammen 0,95 € – das funktioniert.

Wer eine alte 85‑Cent‑Marke besitzt, kann diese ebenfalls weiterverwenden, muss aber 10 Cent zufranken. Die PAYBACK-Redaktion (Verbraucherratgeber) bestätigt: Alle unbefristet gültigen Briefmarken bleiben gültig, müssen aber auf den aktuellen Portowert ergänzt werden.

Was passiert, wenn man 5 Cent zu wenig frankiert?

Fehlendes Porto führt zur sogenannten Nachgebühr. Der Empfänger muss dann den Differenzbetrag zahlen, bevor er den Brief erhält. Die Deutsche Post erhebt zusätzlich zum fehlenden Portobetrag eine Bearbeitungsgebühr von derzeit 0,50 € (Stand 2025). Bei 5 Cent Fehlporto zahlt der Empfänger also 0,55 € extra. Das ist nicht nur ärgerlich, sondern teurer als die fehlenden 5 Cent vermuten lassen.

Der Kostenfallen-Effekt

Wer 5 Cent sparen will, riskiert eine Nachgebühr von 0,55 € für den Empfänger. Der Fehlbetrag wird mit einer Bearbeitungsgebühr von 0,50 € belegt – das Elffache des gesparten Betrags. Die Mahnung: immer genau frankieren oder aufrunden.

Ist es schlimm, zu viel Porto auf einen Brief zu kleben?

Nein – zu viel Porto ist unproblematisch. Der Brief wird in jedem Fall befördert. Die Deutsche Post erstattet überschüssiges Porto nicht und behält die Differenz als zusätzliche Einnahme. Wer sein Briefporto lieber etwas großzügiger berechnet, vermeidet die Nachgebühr des Empfängers. Die Deutsche Post stellt klar: Überfrankierte Sendungen werden normal zugestellt.

Die sichere Seite

Unsicherheit bei der Frankierung? Lieber eine 5- oder 10‑Cent‑Marke mehr aufkleben als zu wenig. Das kostet einmalig wenige Cent und erspart dem Empfänger die Nachgebühr plus Bearbeitungsgebühr. Der Brief kommt garantiert an.

Bestätigte Fakten

  • Standardbrief kostet 0,95 € ab 1. Januar 2025 (Bundesnetzagentur)
  • Postkarte kostet 0,92 € ab 1. Januar 2025 (Bundesnetzagentur)
  • 55‑Cent‑Briefmarken behalten ihre Gültigkeit, müssen aber ergänzt werden (Deutsche Post)
  • Die neuen Preise gelten bis 31. Dezember 2026 (DHL Group)

Was unklar ist

  • Ob und wann genau die Portoerhöhung 2026 kommt (DHL Group)
  • Ob die Maße für den Maxibrief unverändert bleiben

Die genehmigten Höchstentgelte für die Briefprodukte der Deutschen Post AG liegen unter dem von der Post beantragten Niveau. Die Bundesnetzagentur hat damit die Interessen der Verbraucher angemessen berücksichtigt.

– Bundesnetzagentur, Pressemitteilung vom 11. Dezember 2024 (Bundesnetzagentur)

Für einen Standardbrief bis 20 g zahlen Kunden ab dem 1. Januar 2025 0,95 €. Die neuen Preise gelten voraussichtlich für zwei Jahre.

– Deutsche Post, Preisübersicht 2025 (Deutsche Post)

Fazit: Die wichtigste Regel für den Briefversand 2025 lautet: genau wiegen, richtig frankieren, alte Marken aufbrauchen aber ergänzen. Für den typischen Privatbrief bis drei Blatt reichen 0,95 €. Wer unsicher ist, rundet auf 1,10 € auf – das kostet 15 Cent mehr, verhindert aber die Nachgebühr von 0,55 € beim Empfänger. Gelegenheitsversender: lieber einmal zu viel frankieren. Vielversender: eine Briefwaage kaufen.

Die richtige Frankierung erspart Ärger und Nachgebühren – im Zweifel lieber aufrunden.

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Häufig gestellte Fragen

Was kostet ein Kompaktbrief?

Der Kompaktbrief kostet seit dem 1. Januar 2025 1,10 €. Er ist für Sendungen bis 50 g und einer maximalen Dicke von 1,0 cm vorgesehen (Bundesnetzagentur).

Wie schwer darf ein Standardbrief maximal sein?

Ein Standardbrief darf maximal 20 g wiegen. Das entspricht etwa drei Blatt Papier à 80 g/m² plus Umschlag (Deutsche Post).

Welche Maße hat ein DIN-A4-Brief?

Ein DIN-A4-Brief (21 × 29,7 cm) passt nicht in die Maße des Standardbriefs (maximal 23,5 × 12,5 × 0,5 cm). Er fällt in die Kategorie Großbrief (maximal 35,3 × 25 × 5 cm) und kostet 1,80 € (Deutsche Post).

Kann ich mehrere Briefmarken kombinieren?

Ja, Sie können beliebig viele Briefmarken auf einen Umschlag kleben, solange der Gesamtwert dem aktuellen Porto entspricht. Die Deutsche Post erlaubt die Kombination aller unbefristet gültigen Marken.

Was ist der Unterschied zwischen Standard- und Kompaktbrief?

Der Standardbrief (0,95 €) erlaubt maximal 20 g und 5 mm Dicke. Der Kompaktbrief (1,10 €) erlaubt bis 50 g und bis 10 mm Dicke. Wer mehr als drei Blatt verschickt oder einen dickeren Umschlag verwendet, braucht den Kompaktbrief (Bundesnetzagentur).

Wie frankierte ich einen Brief richtig?

Kleben Sie die Briefmarke rechts oben auf den Umschlag. Bei Markenkombinationen können Sie die Marken nebeneinander oder übereinander platzieren, der Gesamtwert muss das Porto erreichen. Die Deutsche Post empfiehlt, den Betrag vor dem Aufkleben zu kontrollieren.

Gibt es ein Porto für Briefe ins Ausland?

Ja, für internationale Briefsendungen gelten andere Portosätze. Ein Standardbrief bis 20 g ins europäische Ausland kostet derzeit 1,10 € (Stand 2025). Die aktuellen Preise finden Sie auf der Website der Deutschen Post.