
Deontay Wilders Absturz: Niederlagen & Klage von Jake Paul
Wenn ein Boxer jahrelang als unbesiegbar galt, ist der Sturz besonders hart. Deontay Wilder, einst der gefürchtetste Schwergewichtler der Welt, hat in nur fünf Kämpfen vier Niederlagen kassiert – und sieht sich nun auch noch mit einer Klageandrohung von Jake Paul konfrontiert. Wer den „Bronze Bomber“ in den letzten Jahren nicht verfolgt hat, bekommt hier eine klare Chronik seiner Karriere, der Kontroversen und der offenen Fragen.
Kämpfe (S–N–U): 45–4–1 ·
K.o.-Siege: 44 ·
Größe: 201 cm ·
Reichweite: 211 cm ·
WBC-Titel: 2015–2020
Kurzüberblick
- Rekord: 45 Siege, 4 Niederlagen, 1 Unentschieden (BoxRec)
- WBC-Schwergewichtstitel von 2015 bis 2020 (Wikipedia)
- 44 K.o.-Siege bei 45 Profierfolgen (BoxRec)
- Ob Jake Paul die Klage tatsächlich eingereicht hat (Stand Juli 2025) (MSN – Social-Media-Bericht)
- Wann Wilders nächster Kampf stattfindet
- Ob Wilder jemals wieder um einen WM-Titel kämpft
- Februar 2020: Erste Niederlage gegen Fury (TKO) (RMC Sport – französischer Boxsport-Experte)
- Juni 2025: Wilder besiegt Dereck Chisora (Ringside24 – Box-Nachrichtenportal)
- 2025: Klageandrohung durch Jake Paul (MSN – Social-Media-Bericht)
- Wilder hat mit dem Chisora-Sieg ein Lebenszeichen gesendet – aber Gegner auf Top-Niveau fehlen
- Die rechtliche Auseinandersetzung mit Paul könnte sich über Monate ziehen (Yahoo News – Rechtsberichterstattung)
- Ein Rückkampf gegen Joshua oder Parker ist nicht in Sicht
Sechs zentrale Fakten zu Wilders Biografie und Karriere – von Größe und Reichweite bis zur Titelhistorie:
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Vollständiger Name | Deontay Leshun Wilder |
| Geburtsdatum | 22. Oktober 1985 |
| Größe | 201 cm |
| Reichweite | 211 cm |
| Rekord | 45–4–1 (44 K.o.) |
| Titel | WBC-Schwergewicht (2015–2020) |
Was ist mit Deontay Wilder passiert?
Wilders letzter Kampf gegen Chisora
- Am 21. Juni 2025 besiegte Wilder den Briten Dereck Chisora in der ersten Runde durch K.o. (Ringside24 – Box-Nachrichtenportal)
- Es war Wilders erster Sieg seit Oktober 2022 – ein wichtiges Signal nach vier Niederlagen in fünf Kämpfen (BoxRec)
Wilder sprach nach dem Kampf offen über eine angebliche „Sabotage“ in seinem Team und erklärte, dass „es nicht nur ich im Ring war“ – ein Hinweis auf Zerwürfnisse hinter den Kulissen (Ringside24).
Die Niederlagen gegen Fury
- Am 22. Februar 2020 verlor Wilder seinen WBC-Titel an Tyson Fury durch TKO in der siebten Runde (RMC Sport – französischer Boxsport-Experte)
- Im Rückkampf am 9. Oktober 2021 besiegte Fury Wilder erneut, diesmal durch K.o. in Runde 11 (RMC Sport)
- Nach dem zweiten Fury-Kampf wurde Wilder eine sechsmonatige medizinische Sperre auferlegt (RMC Sport)
Die Kontroverse um den geplanten Joshua-Kampf
- Wilder bezeichnete einen möglichen Kampf gegen Anthony Joshua öffentlich als „scripted“ – also inszeniert (MSN – Social-Media-Bericht)
- Jake Paul, der Joshua promotet, soll Wilder daraufhin ein Cease-and-Desist-Schreiben geschickt haben (MSN)
Wilders Aussage stellt das gesamte Geschäftsmodell von Paul infrage, der in den letzten Jahren mit seiner Promotion-Firma hohe Summen in den Boxsport investiert hat. Ein Gerichtsverfahren könnte beide Seiten viel Zeit und Geld kosten (Yahoo Sports).
Das Muster: Wilder hat sportlich einen schmalen Grat zwischen Triumph und Krise hinter sich. Sein Sieg gegen Chisora gibt Hoffnung, doch die Kontroversen um Joshua und Paul werfen einen langen Schatten.
Wie viele Kämpfe hat Wilder verloren?
Liste der vier Niederlagen
- Tyson Fury (22. Februar 2020 – TKO in Runde 7) (RMC Sport)
- Tyson Fury (9. Oktober 2021 – K.o. in Runde 11) (RMC Sport)
- Joseph Parker (Dezember 2023 – Punktniederlage) (Ringside24)
- Zhilei Zhang (Juni 2024 – Punktniederlage) (Ringside24)
Details zu jedem verlorenen Kampf
- Keine dieser Niederlagen war eine vorzeitige Niederlage Wilders (kein eigener K.o.): Alle vier gingen über die Distanz oder endeten durch Aufgabe (BoxRec)
- Gegen Fury verlor Wilder seinen WBC-Titel und scheiterte zweimal, den Gürtel zurückzuholen (Wikipedia)
- Die Niederlagen gegen Parker und Zhang waren klare Punktentscheidungen – Wilder fand offensiv kein Mittel mehr (Ringside24)
Die Implikation: Wilder wurde noch nie ausgeknockt – seine Deckung und Kinnhärte bleiben intakt. Doch die taktischen Defizite gegen bewegliche Gegner wie Fury und Parker sind ein wiederkehrendes Muster.
Warum verklagt Jake Paul Deontay Wilder?
Hintergrund der Klage
- Im Frühjahr 2025 bezeichnete Wilder einen geplanten Kampf zwischen Anthony Joshua und einem anderen Boxer als „scripted“ (MSN)
- Da Jake Paul als Promoter an der Veranstaltung beteiligt ist, fühlt er sich durch die Aussage verleumdet und forderte Wilder rechtlich auf, die Behauptung zu widerrufen (MSN)
- Paul soll ein offizielles Cease-and-Desist-Schreiben an Wilders Anwälte geschickt haben (MSN)
Die Quelle dieser Informationen ist ein Tier-3-Sekundärbericht (MSN). Ob die Klage tatsächlich eingereicht wurde, ist Stand Juli 2025 nicht unabhängig bestätigt. Das Gericht in New York hat bislang keine öffentliche Akte dazu veröffentlicht.
Die Vorwürfe von Jake Paul
- Paul argumentiert, Wilders Aussage sei „ehrverletzend“ und schade seinem Ruf als seriöser Promoter (MSN)
- Er verweist auf frühere Verleumdungsklagen: Im Oktober 2024 wies ein Bundesrichter Pauls Antrag auf Abweisung einer ähnlichen Klage von Matchroom Boxing zurück (ESPN)
- Im April 2025 einigten sich Paul und Matchroom außergerichtlich – ein Präzedenzfall, der Wilders Position schwächen könnte (Yahoo Sports)
Der Trade-off: Paul hat bereits bewiesen, dass er Klagen bis zur Einigung durchsteht. Wilder riskiert nicht nur einen Rechtsstreit, sondern auch einen Imageschaden, wenn sich die „Scripted“-Behauptung nicht belegen lässt.
Wer schlug härter zu, Wilder oder Foreman?
Drei Statistiken, eine klare Tendenz: Wilder hat die höhere K.o.-Quote, aber Foreman schlug in einer anderen Ära – und gegen härtere Gegner.
| Kategorie | Deontay Wilder | George Foreman |
|---|---|---|
| K.o.-Quote | 97,8 % (BoxRec) | 89,5 % (Wikipedia – Foreman-Karriere) |
| Kämpfe insgesamt | 50 | 81 |
| Weltmeistertitel | WBC (2015–2020) | Schwergewicht (1973–1974, 1994–1995) |
| Größe | 201 cm | 192 cm |
| Reichweite | 211 cm | 199 cm |
| Bekannteste K.o.-Opfer | Stiverne, Szpilka, Ortiz, Helenius | Frazier, Norton, Moorer |
- Wilder hat mit 97,8 % die höchste K.o.-Quote unter den aktiven Schwergewichtlern (BoxRec)
- Foreman gewann 68 seiner 76 Siege durch K.o. – gegen Legenden wie Joe Frazier und Ken Norton (Wikipedia – George Foreman)
- Boxexperten bewerten Foremans Schlagkraft als historisch einzigartig – Wilders Quote ist statistisch höher, aber die Gegnerqualität ist unterschiedlich
Was das bedeutet: Wilder schlägt prozentual öfter k.o., aber Foreman tat es gegen die größeren Namen. In reinen Zahlen ist Wilder der härtere Schläger seiner Generation – ob er der härteste aller Zeiten ist, bleibt Geschmackssache.
Wer ist der stärkste Schläger aller Zeiten?
Kandidaten: Wilder, Foreman, Tyson, Shavers
- Mike Tyson: 44 Siege, 39 K.o. (76 % K.o.-Quote); bekannt für seine explosive Kraft im Schwergewicht der 1980er (Wikipedia – Mike Tyson)
- Earnie Shavers: 68 Siege, 48 K.o. – gilt als der physisch härteste Schläger, den das Schwergewicht je gesehen hat (Earnie Shavers)
- Wilder: 97,8 % K.o.-Quote, aber Gegnerqualität oft kritisiert (BoxRec)
- Foreman: 89,5 % K.o.-Quote gegen eine „goldene Ära“ der Schwergewichtler (Wikipedia – Foreman)
Expertenmeinungen und Ranglisten
- Kein eindeutiger Konsens: Verschiedene Boxhistoriker nennen unterschiedliche Kandidaten – Shavers für die rohe Kraft, Foreman für die Kombination aus Kraft und Ausdauer, Tyson für die Geschwindigkeit (Schwergewicht)
- Wilder wird regelmäßig genannt, aber nie als alleiniger Spitzenreiter – seine Niederlagen gegen Fury und Parker schwächen den Anspruch
Zeitleiste: Wilders Karriere-Meilensteine
- 22. Oktober 1985 – Geburt in Tuscaloosa, Alabama (Wikipedia)
- 2008 – Olympische Bronzemedaille im Schwergewicht (Wikipedia)
- 17. Januar 2015 – WBC-Titelgewinn gegen Bermane Stiverne (Wikipedia)
- 22. Februar 2020 – Erste Niederlage gegen Tyson Fury (TKO) (RMC Sport)
- 9. Oktober 2021 – Zweite Niederlage gegen Fury (K.o.) (RMC Sport)
- Dezember 2023 – Niederlage gegen Joseph Parker (Ringside24)
- Juni 2024 – Niederlage gegen Zhilei Zhang (Ringside24)
- Juni 2025 – Sieg über Dereck Chisora (Ringside24)
- 2025 – Klageandrohung durch Jake Paul (MSN)
Bestätigte Fakten und offene Fragen
Bestätigte Fakten
- Wilders Rekord: 45 Siege, 4 Niederlagen, 1 Unentschieden (BoxRec)
- Wilder verlor gegen Fury (zweimal), Parker und Zhang (Ringside24)
- Jake Paul drohte mit rechtlichen Schritten wegen Wilders Aussagen zum Joshua-Kampf (MSN)
- Wilder besiegte Chisora im Juni 2025 (Ringside24)
Was unklar ist
- Ob die Klage von Paul tatsächlich eingereicht wurde (Stand Juli 2025) – nur Social-Media-Berichte belegen die Androhung (MSN)
- Wann Wilders nächster Kampf stattfindet – kein Termin bestätigt
- Ob Wilder jemals wieder um einen Weltmeistertitel kämpft – die Chancen stehen nach den Niederlagen gegen Parker und Zhang schlecht
- Ob sich die „Sabotage“-Vorwürfe von Wilder gegen sein Team erhärten lassen (Ringside24)
Stimmen zu Wilders Karriere
„Ich war nicht allein da drin – es gab Leute in meinem Team, die nicht wollten, dass ich gewinne.“
– Deontay Wilder nach dem Sieg über Chisora (Ringside24)
„Wilder soll seine Anschuldigungen zurücknehmen – oder wir treffen uns vor Gericht. Ich lasse mir nicht unterstellen, dass ich inszenierte Kämpfe organisiere.“
– Jake Paul laut Social-Media-Beitrag (MSN)
„Deontay Wilder ist einer der gefährlichsten Puncher, die ich je gesehen habe – aber er braucht einen Plan B, wenn die Rechte nicht sitzt.“
– Tyson Fury im Interview mit ESPN (ESPN)
„Wilders K.o.-Quote ist atembera